Wir haben Fehler gemacht. Mehr als uns lieb ist.
Zu frühe Zusagen. Zu späte Veröffentlichungen. Zu komplexe Konzepte, die am Ende niemand gebraucht hat.
Wir haben Dinge begonnen, die wir wieder eingestellt haben. Formate getestet, die nicht getragen haben. Und Entscheidungen getroffen, bei denen wir heute wissen: Das würden wir anders machen.
Das gehört dazu. Nicht romantisch. Nicht heroisch. Sondern real.
Einer unserer größten Fehler war der Glaube, man müsse Dinge zu Ende bringen, nur weil man sie begonnen hat. Das stimmt nicht.
Manches muss man abbrechen, um Klarheit zu gewinnen. Manches loslassen, um Platz zu schaffen. Und manches scheitern lassen, damit es nicht größer scheitert.
Wir haben auch unterschätzt, wie viel Zeit gute Arbeit wirklich braucht. Nicht nur beim Schreiben, sondern bei allem drum herum: Lektorat, Gestaltung, Struktur, Entscheidung.
Das hat uns Zeit gekostet. Und Nerven.
Aber genau diese Fehler haben unseren Blick geschärft. Für Qualität. Für Grenzen. Für das, was wir nicht mehr machen wollen.
Wir bereuen diese Fehler nicht, weil sie uns gezwungen haben, ehrlich zu werden. Mit uns selbst. Mit unserem Anspruch. Mit unserem Verlag.
Nicht alles, was schiefgeht, war falsch. Manches war notwendig, um es besser zu machen.
