Der Mythos ist bekannt:
Die leere Seite.
Der fehlende Moment.
Die Inspiration, die nicht kommt.
In der Realität sieht es anders aus.
Blockade hat selten mit Kreativität zu tun
Die meisten Schreibblockaden haben nichts mit Kreativität zu tun.
Sondern mit Unsicherheit.
Mit Überforderung.
Oder mit falschen Erwartungen an den eigenen Text.
Der perfekte Einstieg als Falle
Eine der größten Ausreden ist die Suche nach dem perfekten Einstieg.
Viele Texte scheitern, weil sie zu früh perfekt sein wollen.
Noch bevor sie überhaupt existieren.
Der „richtige Moment“ kommt selten
Eine weitere Ausrede ist das Warten auf den richtigen Zustand.
Ruhe.
Zeit.
Konzentration.
Den gibt es selten.
Fehlende Entscheidungen
Echte Schreibblockaden entstehen oft dort, wo Entscheidungen fehlen.
Unklare Figuren.
Unklare Perspektive.
Unklar, wohin der Text eigentlich will.
Wer nicht weiß, was eine Szene leisten soll, kommt nicht weiter.
Nicht, weil er nicht schreiben kann.
Sondern weil er noch nicht entschieden hat.
Die eigentliche Lösung
Die Lösung ist selten Motivation.
Und fast nie Disziplin.
Die Lösung ist Klärung.
Was ist das Ziel dieses Textes?
Für wen schreibe ich?
Und was muss diese eine Seite jetzt leisten – nicht das ganze Buch?
Schreibblockaden verschwinden nicht, wenn man auf sie starrt.
Sie verschwinden, wenn man den Text wieder handhabbar macht.
Nicht alles auf einmal.
Nur den nächsten Schritt.
Das ist keine Magie.
Das ist Arbeit.
