Warum wir Bücher so machen – und nicht anders

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Wir haben uns bewusst dafür entschieden, Bücher nicht einfach zu veröffentlichen, sondern sie zu machen. Das klingt banal, ist es aber nicht. Denn zwischen diesen beiden Dingen liegt ein großer Unterschied.

Bücher entstehen nicht aus Geschwindigkeit

Es gibt heute kaum noch technische Hürden, ein Buch zu veröffentlichen. Manuskript hochladen, Cover wählen, Preis festlegen – fertig.

Das ist nicht per se schlecht. Aber es ist auch nicht das, was wir tun.

Wir glauben nicht daran, dass Geschwindigkeit Qualität ersetzt. Wir glauben nicht daran, dass „raus damit“ automatisch besser ist als „noch einmal hinschauen“. Und wir glauben auch nicht daran, dass ein Buch dadurch gewinnt, dass es möglichst früh auf den Markt geworfen wird.

Zeit ist kein Luxus. Zeit ist ein Werkzeug.

Auswahl ist kein Ausschluss – sondern Verantwortung

Wir veröffentlichen nicht jedes Manuskript, das uns erreicht. Nicht, weil wir glauben, unfehlbar zu sein. Nicht, weil wir uns für etwas Besseres halten.

Sondern weil ein Verlag ohne Auswahl kein Profil hat.

Jede Veröffentlichung ist eine Entscheidung – nicht nur für ein Buch, sondern für alles andere, was wir nicht veröffentlichen. Wer alles macht, steht am Ende für nichts.

Qualität ist kein Schlagwort

„Qualität“ ist eines der meistmissbrauchten Wörter im Buchmarkt. Oft bedeutet es: dickes Papier, schickes Cover, hoher Preis.

Für uns bedeutet Qualität etwas anderes.

  • Texte dürfen reifen
  • Strukturen dürfen hinterfragt werden
  • Kürzungen sind erlaubt – ja, manchmal nötig
  • Entscheidungen werden begründet, nicht automatisiert getroffen

Ein gutes Buch entsteht nicht dadurch, dass man es nicht mehr anfasst, sondern dadurch, dass man es richtig anfasst.

Ein Verlag ist kein Upload-Portal

Ein Verlag ist kein neutraler Durchlauferhitzer. Er ist kein Marktplatz, kein Dienstleister, keine bloße Infrastruktur.

Ein Verlag steht zwischen Text und Leser. Und genau dort übernimmt er Verantwortung: für Auswahl, Bearbeitung, Präsentation – und für das, was er mitträgt.

Dieser Text ist kein Manifest für alle. Sondern eine Einladung für die, die Bücher ähnlich sehen.